MaintalerKooperationsKasse + MainTalerGutscheine

Vorwort: Im deutschen Mittelalter gab es lange Zeit kein Geld und somit auch kein Geldsystem. Im ländlichen Raum herrschte Handel mit Naturalien und Dienstleistungen (Ware und Arbeit). Das Wachsen der Städte und der Fernhandel im Zuge des Kolonialismus und Imperialismus erforderte ein flexibles Tauschmittel. So wurden zunächst Münzen aus Edelmetallen (mit einem entsprechenden Eigenwert) geschaffen. Dieser Gedanke ist Vorbild für den MainTaler, einer aus 99,9% Silber bestehenden Medaille, die sowohl als Tausch- als auch Wertaufbewahrungsmittel dienen kann.

Die Geschichte jedoch ging weiter und es entstanden Geldsysteme zuerst Lagerscheine für Edelmetalle, später gedecktes Papiergeld und dann gar ungedecktes Papiergeld. Die Krönung der Systeme, die allesamt ein Verfallsdatum hatten und dann auch regelmäßig zusammen brachen, war und ist das Buchgeld/Giralgeld, das durch Verschuldung in Umlauf kommt, die zinsbedingt immer weiter anwächst. Deshalb brauchen wir ein

Machtwort der Bürger: Ein zins- und zinseszinsfreies Tauschmittel, das durch stabile Werte hinterlegt und gesichert ist, die einen stabilen Gebrauchswert haben und kein Gewinnstreben duldet. Die MaintalerKooperationsKasse (MKK) hält sich an Art. 14, Abs. 2; GG für die BRD: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. Hier sollen sich nur Menschen finden, die dies wollen.

Diese Kooperationskasse ist nichts völlig Neues. Ihre Vorläufer finden wir in zahllosen Regiogeldern und Tauschringen, in denen der Mensch und die Förderung der Region im Mittelpunkt stehen. Anstatt Gewinnmaximierung und Investitionen in Billig-Lohn-Ländern werden hier nur Menschen und Investitionen in der Region gefördert.

Menschen, die über finanzielle Mittel verfügen und diese sicher anlegen wollen, bringen diese in die MKK ein und verfügen damit über ein Guthaben. Andere die finanzielle Mittel benötigen, erhalten diese von der MKK. Alle Transaktionen innerhalb der MKK erfolgen nach dem Schuldschein-Prinzip § 952 BGB. Jeder Schuldschein ist besichert mit einer Leistung, die der Schuldner verspricht. Was für den einen ein Gutschein, ist für den anderen ein Schuldschein. Das System „MainTalerGutscheine“ wird hier im Anschluss vorgestellt. MKK-Mitglied kann jeder Maintaler Bürger werden. Die Mitglieder werden bei einem ersten Treffen eine Satzung und später auch gemeinsame Investitionen beschließen.

http://www.chiemgauer.info
http://www.tauschring.de
http://www.engelgeld.de
http://www.minuto-zeitgutscheine.de

Schlusswort: Mehr als die Hälfte aller gegenwärtigen Kredite weltweit sind Immobilienkredite, durch welche die 2008er Finanzkrise ausgelöst worden war. Der Finanzderivatemarkt bewegt sich in Größenordnungen, die kaum noch überschaubar sind und neue Risiken bergen. Alle Bemühungen von nationalen Regierungen, diesen Markt zu regulieren, scheitern regelmäßig am Widerstand der global vernetzten Finanzwirtschaft. Neue Crashs sind damit vorprogrammiert. Die beiden wichtigsten Währungsräume der Welt (Dollar- und der Euro-Raum) kämpfen mit gigantischen Verschuldungsproblemen, in Europa sind Staatsbankrotte in greifbare Nähe gerückt. - Zeit zu handeln:

Erwerben Sie jetzt MainTaler und/oder investieren Sie in die MKK ! Mit Fragen wenden Sie sich bitte an Heinz-Joachim Pethke pethke@maintaler.net

 

MainTalerGutscheine

Ein neues Zahlungsmittel, selbst geschöpft für die Region Maintal

Die Verwendung neuer Zahlungsmittel benötigt eine Neubetrachtung unserer Beziehung zum Thema Geld. Konventionelles Geld ist ungedeckt, wird zentral heraus gegeben und Banken können mit einer kleinen Mindestreserve Unmengen an Krediten vergeben. In zunehmendem Maße wird erkannt, dass dieses Geldsystem eine Wurzel der wiederkehrenden ökonomischen und sozialen Probleme ist. Mittlerweile hat der weltweite Finanzmarkt die Probleme in eine globale Dimension vergrößert. Im Lauf der Jahre wuchs weltweit bei vielen Menschen der Bedarf nach grundlegenden Lösungen. Dabei wurde eine große Anzahl an komplementären Währungen und Tauschringen entwickelt.

Eines der bisher erfolgreichsten Konzepte ist das Regiogeld, welches parallel zum Euro funktioniert. Neben der Förderung der regionalen Wirtschaft unterstützen diese Initiativen auch die Bildung sozialer Netzwerke. Regiogeld wird jedoch zentral geschöpft, kontrolliert und verwaltet. In dieser Hinsicht gibt es Ähnlichkeiten mit der traditionellen Geldschöpfung durch Zentralbanken. Einer der Hauptgründe für Stagnation in regionalen Währungen ist der hohe Verwaltungsaufwand: Die unbezahlten Organisatoren, die die Verantwortung des Betriebs übernehmen, sind zunehmend überfordert, landen evtl. im Burn-Out und stellen folglich ihre Arbeit ein.
Ein neues Modell verbindet Aspekte von Regiogeld und Tauschring. Dabei funktioniert es ohne Verwaltungsaufwand: Die 'MainTalerGutscheine', genannt MainTaler, basieren auf der Möglichkeit, dass jeder sein eigenes Zahlungsmittel herausgeben kann. MainTaler werden ähnlich wie Bargeld verwendet. Sie sind ein wirklich dezentrales Zahlungsmittel.

Üblicherweise arbeiten Menschen zuerst und bekommen dann ihr Geld. Doch wo kommt das Geld eigentlich her? Interessanterweise entsteht Geld durch Schulden. Beim konventionellen System haben die zentral organisierten Staatsschulden mittlerweile astronomische Größen erreicht. Im Gegensatz dazu sind MainTalerGutscheine selbst hergestellte, dezentrale Gutscheine mit überschaubarem und daher auch verantwortbarem Leistungsversprechen.

Der Name "MainTaler" entstammt sowohl der Region in der er gelten und zirkulieren soll als auch dem früheren Zahlungsmittel dem Taler. Er wird benutzt für den Austausch von Produkten und Dienstleistungen: Minuten qualitativer Leistung. 60 MainTaler haben den Wert von einer Stunde qualitativer Leistung. Die qualitative Arbeitsstunde kostet in Deutschland im Durchschnitt 30 Euro. Daher gilt als aktueller Umrechnungskurs 60 MainTaler = 30 Euro (Juli 2011). MainTaler unterliegen keiner Inflation. Die aufgedruckte qualitative Leistung ist und bleibt zu leisten, auch in hundert Jahren. Preisangaben in MainTaler müssen nicht angepasst werden wenn beispielsweise der Euro von Hyperinflation betroffen ist. In so einem Fall müßte nur der Umrechnungsfaktor angepasst werden. Der Gegenwert von MainTaler (als stabiles Zahlungsmittel) entspricht dann einer höheren Menge an (wertloser gewordenen) Euros.

Zur Einführung des MainTaler trifft sich eine Gruppe von Personen, die Interesse an der Einführung haben. An diesem Tag soll u.a. entschieden werden ob nach den hier geschilderten Kriterien die Idee des MainTalerGutscheins umgesetzt wird oder ob noch Änderungen erforderlich sind.

Bei MainTaler Treffen werden Angebot und Nachfrage getauscht, Kontakte geknüpft sowie aktuelle Anliegen besprochen. Werden MainTaler überregional eingesetzt, so wandern sie im Lauf ihrer Gültigkeitsdauer wieder zurück in die Region ihrer Entstehung. Schlußendlich werden sie beim Herausgeber des jeweiligen Gutscheins eingelöst. Jeder einzelne MainTalerGutschein trägt Name und Adresse des Schöpfers, eine Wertangabe und Datum der Ausgabe des Herausgebers und eine Gültigkeitsdauer (Jahresende der Gutschein-Schöpfung plus 5 Jahre). Zusätzlich ist jeder MainTalerGutschein gedeckt durch zwei Bürgen (weiblich und männlich). Die Akzeptanz des MainTaler ist natürlich am höchsten in der Region seiner jeweiligen Schöpfung. Jedoch darf jeder Mensch weltweit auch Gutscheine anderer Regionen annehmen und benutzen. Im Besonderen profitiert die regionale Urproduktion vom MainTaler:
Landwirtschaft, Gartenbau, Handwerk sowie soziale Dienstleistungen

Die Idee des MainTalers stammt von Heinz-Joachim Pethke, der das Konzept von Konstantin Kirsch aufgegriffen hat. Kirsch hat die http://Minuto-Zeitgutscheine.de  ins Leben gerufen, wobei ihm Frau Prof. Dr. Margrit Kennedy zur Seite stand, die ihrerseits als Regiogeld-Päpstin bezeichnet werden kann. Projektbegleitung in Maintal hat die Stiftung "MainTaler" http://maintaler.net übernommen.

 

 

„MaintalerKooperationskasse“ (MKK)


Wie bei Genossenschaften üblich, werden zunächst von solventen Bürgern Einlagen in Euro erbracht, die krisensicher zur Förderung der wirtschaftlichen, sozialen Belange ihrer Mitgliederangelegt werden sollen.

Viele BürgerInnen, insbesondere Kleingewerbetreibende haben in der Regel keinen Zugang zu üblichen Bankkrediten, da sie keine dinglichen Sicherheiten stellen können und der Aufwand pro Kredit den klassischen Banken zu hoch erscheint.

Diesen Menschen wird durch Mikro-Kredite die wirtschaftliche Tätigkeit erhöht und damit mittelbar auch der Lebensstandard, ablesbar an Marktzugang, organisierter Arbeit, Ansehen und Erhöhung wirtschaftlichen Erfolgs. Doch setzen Mikrokredite auch einen gewissen Grad an Selbständigkeit voraus.

Die MKK existiert bereits -zunächst als nicht eingetragener Verein- mit einem Konto bei der VRB Main-Kinzig-Büdingen. Jede Privatperson kann Mitglied werden. Die Guthaben werden ebenso verzinst wie die Kredite. Ihre Mittel werden ausschließlich in Sachwerte investiert oder dienen der Auslegung von Mikrokrediten. Die Vergabe der Kredite bedingt eine Besicherung durch zwei Bürgen, wie das auch bei den MainTalerGutscheinen üblich ist.